Bereich: Animation u. Film Seite zuletzt bearbeitet: 05.02.04 Home
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Digitaler Filmschnitt hat sich - eine entsprechende Ausstattung vorausgesetzt - mittlerweile als das einfachste und genaueste Verfahren bei der schulischen Filmarbeit durchgesetzt. Das Medium Computer ermöglicht es den Schülern, bereits mit geringer Vorbereitung und einer kurzen Einarbeitungszeit passable Ergebnisse zu produzieren. Die Schüler sollten mit einer digitalen Videokamera drehen, da auf diese Weise das Material gleich in dem richtigen Format vorliegt. Analoge Videoaufnahmen müssen eigens digitalisiert werden. Die Sequenzen werden auf den PC übertragen und in das Schnittprogramm eingelesen. Das Schnittprogramm sollte zu Beginn nicht allzu komplex strukturiert sein. Auf Apple-PCs hat sich I-Movie bewährt, für Windows-PCs kann EditStudio oder PowerDirector Pro empfohlen werden, da die Programmoberflächen jeweils einfach strukturiert und schnell zu erlernen sind. Nach dem Rohschnitt werden die Audiospuren bearbeitet, der Film kann auch mit einem Soundtrack unterlegt werden. Wer besonderen Wert auf die Übereinstimmung der Rhythmen von Musik, Einstellungswechseln und Bildbewegung legt (z.B. Musikclip), der sollte den Soundtrack zuerst aufspielen. Der Schnitt, ob digital oder analog, ist nur ein Mittel der filmischen Regie. Wer Wert legt auf eine gute Dramaturgie, der sollte den Film nicht mit dem Drehen beginnen, sondern mit dem Strukturieren der Handlung und Überlegungen zur Auflösung der Handlung in filmische Einstellungen. Ein gezeichnetes oder fotografiertes Pictureboard ist hier besonders sinnvoll. Der Vorteil auch einfacher digitaler Schnittprogramme liegt vor allem darin, dass vor dem Erstellen des Films (Rendern) im Grunde nur ein Clipboard erstellt wird, das den gewünschten Filmschnitt jedoch bereits als Vorschau simulieren kann ohne den Film endgültig zu berechnen und auszugeben. So kann die Schnittliste jederzeit umgestellt, variiert, verbessert werden, existiert der Film in einer beliebigen Zahl von Varianten. Außerdem können Aufnahmen z.B. aufgehellt oder abgedunkelt, Farben angepasst, Filter angewandt, Zoom- oder Zeitraffereffekte eingesetzt werden können oder sogar die Abspielrichtung umgedreht werden kann. Auch die Bearbeitung des Tons erreicht beim digitalen Schnitt völlig neue Dimensionen durch die Zahl der möglichen Tonspuren, durch Filter und umfangreiche Editiermöglichkeiten. Eine Einführung in die filmischen Mittel anhand einer Sequenz aus einem professionellen Film oder Werbeclip steht sicher am Beginn der Arbeit. Auf www.kusem.de stehen dafür ausgezeichnete Materialien zur Verfügung (Wesentliche Kriterien der Filmregie, Analyse einer Sequenz aus einem Musikclip und aus dem Hitchcock Klassiker "Die Vögel"). Es bietet sich an, zur Analyse der Sequenz ein Storyboard zur Klärung der Gestaltungsmittel (Handlung, Kameraeinstellungen, Kamerabewegung, Handlungsachse, Einstellungslänge, Ton, Schnitt) zeichnen oder fotografieren zu lassen. Anschließend erfolgt die Festlegung des Themas. Zu Beginn eignen sich einfache Aufgaben, wie "Eine Person betritt ein Zimmer" als Teil eines Krimis, eines Liebesfilms, eines Actionfilms, eines Werbeclips etc. Die Schüler zeichnen ihre Ideen in einem Storyboard auf. Der nächste Schritt bildet das Aufnehmen des filmischen "Rohmaterials". Stativ sollte obligatorisch sein und auf Dialoge sollte man erst einmal verzichten. Dann kann das Schneiden am Computer beginnen. Die Schüler müssen hier viele Entscheidungen treffen, z.B. ob sie die Filmfragmente durch harte Schnitte oder weiche Übergänge zusammenschneiden, ob sie digitale Effekte wie. z.B. Farbveränderungen oder Übergangseffekte verwenden wollen. Effekte helfen bei erzählerischen Filmen jedoch wenig, sie benötigen viel Rechenzeit und verführen die Schüler zu endlosem Probieren. Die Schüler können jederzeit ein Zwischenergebnis ihrer Arbeit errechnen lassen. Deshalb sollten Zwischenergebnisse regelmäßig innerhalb der Lerngruppe präsentiert und besprochen werden, um zu klären, ob die geplante Handlung in dem Film auch für andere ersichtlich und nachvollziehbar ist. Auch Anmerkungen über alternative Darstellungsweisen der gedrehten Szenen sind einer Diskussion innerhalb der Klasse wert. Die abschließende Präsentation und Besprechung vor einem größeren Publikum ist besonders wichtig. Mögliche weitere Themenvorschläge für Kurzfilme:
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