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Vorwort |
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Vorwort zur Print-Version Kommunikation in der Informationsgesellschaft funktioniert weitgehend über digital erzeugte Bilder. Diese Tatsache stellt den Kunstunterricht vor mächtige Anforderungen, da Kunst das einzige Schulfach ist, das sich explizit mit der Herstellung und Wirkung von Bildern befasst und zur Bildkompetenz qualifiziert. Die digitalen Medien haben aber mit der Welt der Bilder auch unser Weltbild verändert. Die Auseinandersetzung mit dieser Entwicklung im Fach Kunst trägt zu einem kritischen aber auch kreativen und lustvollen Umgang mit den Medien bei. Kunstunterricht thematisiert die digitalen Medien, da diese nahezu alle Bezugsfelder des Fachs verändert haben und weiter verändern. Im Kinderzimmer beeinflusst der Computer die Realität des Spiels sowie die Vorstellungskraft und Erfahrungswelt der Kinder. Videoclips unterscheiden sich deutlich gegenüber analog erzeugten Filmen. In der Kunst bestimmen sich Künstler in Bezug auf die technologischen Innovationen neu. Der immaterielle, das Original negierende, telematische Charakter des Kunstwerks im Rechner fordert eine Neuorientierung auch der "analogen Kunst". Und in der Arbeitswelt haben die digitalen Medien gerade die Berufsbilder in den Bereichen Grafik, Foto und Film revolutioniert, auf die hin der Kunstunterricht besonders qualifiziert. Im Kunstunterricht können die Erfahrungen der "Medienkids" genutzt werden. Über einen eher technisch geprägten Zugang zur Bilderwelt sind Schüler zu aktivieren, die der Kunstunterricht bislang nur bedingt erreicht hat. Durch die Vereinfachung vieler Verfahren sind Schüler auch eher bereit, sich auf anspruchsvolle Gestaltungsprozesse über längere Zeiträume einzulassen. Aufgrund der schnellen Veränderbarkeit fällt es leichter, Alternativen zu entwerfen, zu diskutieren und die Ergebnisse ständig zu verbessern. Ebenso bieten die heute gebräuchlichen Peripheriegeräte gestalterische Möglichkeiten, die die Fähigkeiten der Heranwachsenden erweitern. Zusätzlich erfordert das Gestalten am Computer, z. B. bei der Erstellung multimedialer Präsentationen, teamorientiertes, arbeitsteiliges Arbeiten. Und natürlich geht es z.B. bei interaktiven Anwendungen auch um neue Inhalte. Die Hauptversammlung des BDK hat im März 2001 ein Medienpositionspapier verabschiedet, das diese Zusammenhänge weiter ausführt (vgl. BDK e.V.: Positionspapier "Digitale Medien und Kunstunterricht". In: BDK-Mitteilungen 3/ 2001, S. 42-45). Die vorliegende Veröffentlichung wendet sich in erster Linie an Kunstlehrende und Referendare, die einen Einstieg in den Umgang mit digitalen Medien suchen, bietet aber auch Anregungen für erfahrene Kollegen. Wir haben im Arbeitskreis der LandesmedienreferentInnen möglichst klare und einfache Beispiele gesucht, die Lust machen, solche Dinge einmal im Unterricht auszuprobieren. [...] Im Heft gehen wir von den verschiedenen Einsatzgebieten der digitalen Medien im Kunstunterricht aus. In den Bereichen Printmedien haben wir den Bereich des freien Arbeitens mit Bildbearbeitungsprogrammen von den angewandten Bereichen des Grafik-Design unterschieden. Visualisierungen im Kontext Kunstgeschichte und Werkanalyse bilden hier eine Zwischenstellung. Die 3D-Grafik sowie Animation und digitales Video nehmen eine gewisse Sonderrolle ein, da die oft komplexere Handhabung der Programme noch nicht zu der notwendigen Akzeptanz in der Praxis geführt hat. Multimedia und Internet sind in den letzten Jahren immer enger zusammengewachsen. Mit dem Prinzip der Interaktivität sind sie am ehesten geeignet, die innovativen Dimensionen der "Neuen Medien" thematisieren zu können. Seit einigen Jahren werden verstärkt crossmediale Ansätze in der Fachdidaktik diskutiert. Das kreative Switchen zwischen digital und analog entspricht vielleicht einer Praxis, die in drei bis vier Jahren Selbstverständlichkeit geworden sein wird. Drei Modelle für den Einsatz des Computers im Kunstunterricht haben sich bewährt. Da gibt es zum einen die Medienecke im Kunstraum, an der kleine Schülerteams arbeiten. Seltener ist das gesonderte "Computerlabor", das analog zum klassischen Fotolabor für freie Projektarbeit, auch außerhalb des regulären Unterrichts zur Verfügung steht. Im Normalfall teilen sich die Kunstlehrer den Computerraum der Schule mit den anderen Fächern. [...] Als Autoren haben Studierende meines Seminars an der Universität Oldenburg ebenso mitgearbeitet wie Pioniere der schulischen Medienarbeit quer durch die Republik. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank. Ernst Wagner |
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| Vorwort zur Online-Version |
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Das Internet stellt nicht nur einen medialen Bereich dar, dem mehrere Beiträge dieser Veröffentlichung gewidmet sind, sondern die dem Medium inhärenten Möglichkeiten prädestinieren es dazu, selbst zu Publikationszwecken genutzt zu werden. Neben einer "klassischen" Print-Version haben wir daher eine Online-Version des BDK-Materials Medien erstellt. Diese enthält zunächst alle Beiträge der Print-Version, die teilweise um Materialien ergänzt wurden und zudem nun durchgängig in Farbe publiziert werden konnten. Außerdem konnten einige aus Platz- bzw. Kostengründen nicht in die Print-Version aufgenommene Beiträge hier veröffentlicht werden, so dass ein hoffentlich noch breiteres, bunteres und facettenreicheres, zum Ausprobieren ermunterndes Bild fachtypischer Anwendungsmöglichkeiten des Computers entsteht. Ralf Janaszek |
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